Die optimale Farbtemperatur

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Wer seine Wohnraumbeleuchtung so optimal wie möglich gestalten möchte, kommt nicht an der Auswahl der richtigen Farbtemperatur vorbei. Denn indem jeder Raum auf intelligente Weise mit der angenehmsten Lichtwirkung ausgestattet wird, fühlt man sich gleich viel wohler zuhause! Daher haben wir hier einen umfangreichen Guide zusammengestellt, mit dem das ganz einfach gelingt.

Die Farbtemperatur kurz vorgestellt

Zuerst sollte man vielleicht kurz erwähnen, was die Farbtemperatur überhaupt ist. Sie ist nicht umsonst auch unter dem Begriff Lichtfarbe bekannt. Denn indem man sich für eine bestimmte Lichtfarbe entscheidet, kann man die Wirkung von weißem Licht beeinflussen: dieses kann entweder rötlich-gelb (warmweiß) erscheinen, oder auch bläulich-weiß (tageslichtweiß). Auch das sogenannte neutralweiß kann eine Wohnzimmerbeleuchtung aufwerten. Die Farbtemperatur ist in diesem Sinne also der Farbeindruck, der durch einen Lichtschein entsteht.

Hier kommt es natürlich ganz auf den individuellen Geschmack an. Weißes Licht setzt sich aus vielen verschiedenen Frequenzbereichen im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums zusammen. Als Faustregel gilt: ein hoher Rotanteil lässt das Licht wärmer und dunkler wirken, ein hoher Blauanteil kreiert ein optisch kühleres und helleres Gefühl. In diesem Sinne kann die Farbtemperatur auch wunderbar passend als Lichtstimmung bezeichnet werden! Jetzt kommt es nur noch darauf an, wo man persönlich welche Lichtakzente setzen möchte.

Was die Farbtemperatur aussagt: warmweiß, neutralweiß oder tageslichtweiß?

Mithilfe der Farbtemperatur können also unterschiedliche Stimmungen generiert werden. Sie wird in Kelvin angegeben – die Bandbreite an verschiedenen Lichtspektren kann wiederum ganz unterschiedlich eingesetzt werden. Jeder Wohnraum wird durch eine speziell angepasste Lichtgestaltung gleich viel attraktiver und wohnlicher – und oft auch praktischer. Denn man sollte sich im Vorhinein immer gut überlegen, welche Lichtfarbe für welche Aktivitäten am allerbesten geeignet ist. Eine gute Entscheidung ist hier relativ einfach gefunden.

Beispielsweise empfiehlt sich das aktivierende neutralweißes Licht eher für Arbeitstätigkeiten, also etwa für ein Home-Office-Büro, oder den Hobbykeller. Hier liegt der Oberwert bei 5.300 Kelvin. Neutralweißes Licht hat eine anregende Wirkung auf uns. Warmweißes Licht hingegen ist der absolute Gewinner in Sachen Wohnlichkeit und Behaglichkeit. Unter dieser Lichteinstrahlung fühlen sich die meisten Menschen besonders wohl – deshalb wird es oft in Räumen eingesetzt, die für längere gemütliche Aufenthalte bestimmt sind. Der Oberwert endet in diesem Fall bei 3.300 Kelvin.

Zu guter Letzt wird noch das tageslichtweiße Licht relevant – dieses zeichnet sich durch eine hohe Konzentrationsförderung aus. Aus diesem Grund findet es auch eine typische Einsatzmöglichkeit in Fabrikhallen oder auch in Shops. Hier geht es rauf von 7.000 bis zu 10.000 Kelvin – damit schafft man eine wirklich strahlend helle Beleuchtung, die häufig bei Außenbeleuchtungen glänzt.

Farbtemperatur im Vergleich

Ein sehr wichtiger Punkt sind daher auch die Lichtquellen. Je nachdem, welche Lampe ausgewählt wird, kann der gleiche Kelvin-Wert ganz unterschiedlich realisiert werden. Die spektralen Zusammensetzungen können sich hier also markant unterscheiden. Das bedeutet also, derselbe Wert kann in echt ganz anders aussehen! Insidertipp: In diesem Sinne kann die Farbwiedergabe prima weiterhelfen. Sie gibt mithilfe eines Index an, wie originalgetreu die Farben der Umgebung durch den Lichtschein wiedergegeben werden.

Gut zu wissen: gerade Glühlampen glänzen in dieser Hinsicht. Denn sie haben ein vollwertiges Lichtspektrum mit allen Farbanteilen, weshalb sie mit dem Sonnenlicht vergleichbar sind. Die gelben und roten Anteile überwiegen hier. Hingegen hinken Energiesparlampen und LED-Lampen noch ein wenig hinterher. Besonders Billigprodukte lassen oft nur ein sehr marginales Spektrum an Wellenlängen erkennen. Das kann durchaus einen unangenehmen Schein zur Folge haben.

Ein guter Tipp ist es, nur Leuchten zu kaufen, bei denen der Farbwiedergabeindex mindestens Ra 90 beträgt. Der Maximalwert beträgt übrigens Ra 100. Das kann schon einen Unterschied bedeuten: Gourmets werden sich bei Ra 80 vielleicht schon über verfälschte Speisefarben ärgern.

Ein paar Beispiele für Farbtemperaturen:
– Kerze: 1.500 Kelvin
– 100-Watt-Glühbirne: 2.800 Kelvin
– Morgen-/Abendsonne: 5.000 Kelvin
– Bedeckter Himmel: 6.400 Kelvin

Jetzt gilt es nur noch, für jeden Raum die optimale Farbtemperatur auszuwählen!

So finden Sie die richtige Farbtemperatur pro Wohnraum

Je nach dem welche Stimmung man in seinen Wohnräumen nun einsetzen möchte, gilt es, auf eine andere Farbtemperatur von weißem Licht zu setzen. Mit diesen Tipps trifft man Raum für Raum die richtige Entscheidung:
Wohnzimmer & Schlafzimmer: warmweißes Licht (2.700 Kelvin)
Wie schon kurz angesprochen, schafft warmweißes Licht eine besonders komfortable Atmosphäre als Wohnzimmerbeleuchtung. Doch auch im Schlaf- und Kinderzimmer kann das gelblich bis rötliche Licht als angenehme Beleuchtung dienen. Es erinnert in seiner Farbgebung ein wenig an den Sonnenuntergang – und genauso gemütlich und stimmungsvoll soll es ja auch zuhause sein.

Empfehlung: wir raten zu einem ungefähren Kelvinwert von 2.700 – je niedriger Sie den Wert wählen, desto rötlicher erscheint die Lichtfarbe, und desto weniger wirken die blauen Frequenzen.
Küche, Bad & Hobbyräume: neutralweißes Licht (3.000 Kelvin)

In diesen Wohnbereichen macht sich gerade das neutralweiße Licht sehr gut. Es hat eine sachliche Note, wodurch auch Details besser erkennbar werden. Im Gegensatz zu warmweißem Licht sind Kontraste hier besser sichtbar – was etwa beim Kochen von Vorteil ist. Die Beleuchtung soll schließlich die jeweiligen Aktivitäten optimal möglich machen. Doch keine Sorge – das Licht ist trotzdem wohnlich und nicht zu kühl – eben neutral.

Empfehlung: etwa 3.000 Kelvin machen sich in diesen Räumen sehr gut – die Grenze geht aber hinauf bis auf 5.300. Die Intensität der Lichtgestaltung liegt hier ganz bei den Heimbesitzern.
Arbeitsräume: tageslichtweißes Licht (4.000 Kelvin)
In diesen Wohnungsanteilen kommt es vor allem darauf an, konzentriert und leistungsfokussiert arbeiten zu können. Eine angepasste Farbtemperatur kann in dieser Hinsicht unglaublich nützlich sein. Daher würden wir eine klare Empfehlung für das tageslichtweiße Licht aussprechen! Es gleicht einem hellen, leuchtenden Mittagshimmel – viele blaue Frequenzen unterstützend dieses Bild.

Empfehlung: wir sind von ca. 4.000 Kelvin in Büro-und Arbeitsräumen recht überzeugt – am besten ausprobieren, was sich am idealsten anfühlt! Lampen sollten also an die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Räume angepasst werden. Online-Shops wie z.B. lampe.de und Platinlux bieten eine Auswahl sortiert nach Wohnraum.

Wir wünschen gutes Gelingen bei der Auswahl der optimalen Farbtemperatur!