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Der Kandelaber - damals und heute

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Der Ursprung des Wortes Kandelaber liegt im Lateinischen candelabrum, was so viel bedeutet wie „Leuchter“. Damit ist schnell hinreichend belegt, dass der Idee dieser Lichtquelle eine lange Geschichte und Tradition vorausgehen. Allerdings muss man in der Historie des Wortes nicht notwendigerweise so weit in die Vergangenheit zurückreisen, um auf seine Spuren zu kommen. Nicht nur das Deutsche, sondern zahlreiche noch lebendige Sprachen bedienen sich des Lateins. Sowohl im Französischen candélabre, als auch im Englischen candelabra, um nur einige sprachliche Beispiele zu nennen, findet sich der entsprechende Wortstamm wieder.

Bezeichnet wird mit all diesen verschiedenen Substantiven im Allgemeinen ein säulenartiger Ständer mit mehreren Armen. Traditionell halten diese Arme Kerzen, doch seit der Erfindung der Glühbirne sind elektrische Lampen ebenfalls an ihren Platz gerückt. Das Einsatzgebiet beschränkt sich nicht allein auf das Interieur, gelegentlich kann mit Kandelaber auch die Straßenbeleuchtung gemeint sein. Zudem wurde auch das Prinzip des säulenartigen Ständers erweitert. So existieren, zurückgehend auf den stehenden Kandelaber, beispielsweise die von der Decke herunter hängenden Kronleuchter oder zur Seite abstehende, mehrarmige Wandleuchter.

Das Prinzip, auf einem Ständer mehrere Kerzen zu installieren, entspricht einem Additiven Verfahren. Aus mehreren einzelnen Lichtquellen soll größere Helligkeit entstehen. Diese Lichter an einem Ort zu bündeln, um einen möglichst großen Radius zu beleuchten, ist eine logische Vorgehensweise. Besonders wenn man bedenkt, dass vor der Erfindung der elektrischen Glühbirne von Beleuchtungen stets eine nicht zu verachtende Brandgefahr ausging. Beim Verteilen von vielen nicht zusammenhängenden Kerzen im Raum, potenziert sich demnach die Wahrscheinlichkeit eines sich verirrenden Funkens; ganz abgesehen von der Tatsache, dass auf diese Weise großzügig Platz verschwendet wird. Zudem sind die vielen einzelnen und gebündelten Flammen leichter zu kontrollieren als beispielsweise eine große Fackel. Darüber hinaus ermöglichte der transportable Kerzenleuchter Wege zu erhellen. Der Mensch konnte eine starke Lichtquelle direkt mit sich führen, ähnlich der heutigen Taschenlampe.

Das berühmteste Beispiel eines Kerzenständers ist mit Sicherheit die Menora des Jerusalemer Tempels aus dem 5. Jahrhundert v.Chr.. Menora, was in Hebräisch „Leuchter“ oder „Lampe“ bedeutet, bezeichnet die Form eines siebenarmigen Leuchters. Eine solche Menora ziert das Wappen Israels und ist eines der wichtigsten religiösen Symbole des gesamten Judentums. Ihr grafischer Aufbau ist weltweit bekannt: Auf einem säulenartigen Ständer thront eine Kerze und sich gegenüberliegend zweigen von diesem Ständer bogenförmig zwei Reihen bestehend aus je drei weiteren Armen mit Kerzen ab. Meist bilden die Abschlüsse eine waagerechte Ebene, sodass alle Kerzen auf gleicher Höhe brennen. Die Zahl sieben entspricht dabei den Sakramenten, Gaben des Heiligen Geistes oder Säulen der Weisheit.

Kandelaber haben aufgrund ihrer langen Tradition etwas Erhabenes und Repräsentatives. Typische Orte für sie sind das Ess- und Wohnzimmer, oder überall dort, wo Gäste empfangen werden. In den Spiegelsälen der Herrscher aus dem 16. und 17. Jahrhundert waren sie unverzichtbar, um den gewünschten majestätischen Eindruck zu erzielen. Das Licht vervielfachte sich in den Spiegeln und verwandelte den Saal bei nacht, in einen beinahe taghellen Raum. Die ohnehin schon sündhaft teuren Mengen an Kerzen konnten auf diese Weise reduziert werden, ohne den Effekt zu gefährden.

Erfüllen die Kandare keine repräsentative Funktion, erscheinen sie innerhalb einer Wohnung als romantisches Dekor. In der Regel wird in diesem Fall ausschließlich auf Kerzen zurückgegriffen, da diese als gemütlicher empfunden werden verglichen mit elektrischem Licht. Darüber hinaus bilden Kandaren eine Alternative zur Glühlampe, ersetzen diese – sofern kein Stromausfall passiert – aber nicht. Sondern man greift in besonderen Augenblicken auf Kerzen zurück, um eine besinnliche, romantische oder auch altertümliche Stimmung hervorzurufen oder zu unterstreichen.
Kandelaber

Ein historisches Accessoire - Der Kandelaber